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GFK Schaden

Zu Beginn des Bauens mit glasfaserverstärkten Kunststoffen, vornehmlich mit Polyesterharzen, wurden zur Versteifung des Laminats oft Hölzer einlaminiert. Viele Fachleute warnten damals, weil die Zusammenfügung unterschiedlicher Materialien immer problematisch ist. Die Skepsis bestätigt sich nun.
In einem 1980 aus GFK gebautem Motorboot sammelte sich in Abständen immer wieder Wasser in der Bilge. Die Untersuchung ergab, dass zur Aussteifung des Aussenhautbodens Stringer aus Holz einlaminiert worden sind.

Nach Öffnung des Stringers zeigte sich, dass das Laminat auf dem Stringer nur aus zwei Lagen Matte bestand und das Holz restlos vergammelt war. Offensichtlich war der Holzstringer ursprünglich geklebt worden - der Kleber war stellenweise noch erkennbar. Eine Nachrechnung des Verbundes - Aussenhaut/Stringer - zeigte eine Schwächung um mehr als 50%, das Boot war nicht mehr fahrtüchtig.
Der Vorgang läuft so ab: Wasser diffundiert durch das Laminat, sammelt sich innen und wird vom Holz aufgesaugt. Vermutlich dringt auch Wasser aus der Bilge durch das Winkellaminat nach innen. Im Holz sind die Fäulnisbakterien vorhanden und beginnen nun ihr Werk.
Fazit: Holz einlaminieren ist tödlich!